5 Tipps für optimale Stellenanzeigen

19. Oktober 2018

Viel zu wenig Rücklauf auf Stelleninserate – darüber klagen die meisten IT-Unternehmen. Soll man denn überhaupt noch Herzblut in dieses Suchmedium stecken, oder ist die Stellenanzeige einfach „tot“?  Keineswegs! Stellenanzeigen sind nach wie vor ein Kernstück im Recruiting-Werkzeugkoffer. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass gute Stellenanzeigen heute anders funktionieren und anders aussehen als früher. Erste Hilfestellung geben die folgenden Tipps.

 

  1. Der richtige Job-Titel.

Klingt banal – aber ist entscheidend für die Frage, wie gut Ihre Stellenanzeige überhaupt gefunden werden kann.

Die meisten Jobsuchen beginnen direkt auf Google. Je eindeutiger Ihr Job-Titel den eingegebenen Suchworten entspricht, desto höher rankt Ihre Ausschreibung in den Suchergebnissen. Mithilfe des Tools „Google Trends“ können Sie recherchieren, welche der möglichen Jobtitel das größte Suchvolumen haben, und auch in welcher Schreibweise. Da können Varianten mit oder ohne Bindestrich (wie z.B. IT Consultant oder IT-Consultant) bereits einen großen Unterschied machen! Weiterer Tipp: Ein kombinierter Jobtitel wie „IT-Consultant/Architekt“ bringt kaum Suchvolumen. Bringen Sie die Titelalternative „IT-Architekt“ besser im ersten Absatz der Stellenanzeige unter.

Das Thema SEO für Stellenanzeigen geht natürlich noch sehr viel weiter, aber ein guter Anzeigentitel ist das A und O – und wirklich schon mal einfach umzusetzen.

 

  1. Interessante und glaubwürdige Informationen.

 „Wir sind ein führendes Unternehmen der XY-Branche. Für unsere namhaften Kunden entwickeln wir hochspezialisierte Lösungen im Umfeld von A, B und C. Im Rahmen unseres erfolgreichen Wachstums suchen wir Sie als (Jobtitel) (m/w) zur Verstärkung unseres Teams.“

Gefühlte 99% der Inserate im deutschen IT-Stellenmarkt beginnen mit solchen austauschbaren Unternehmensdarstellungen. Hand auf’s Herz: Würden Sie ein Mailing, mit dem Sie Kunden gewinnen wollen, auch so starten? Eben.

Vermeiden Sie, dass ein Interessent schon bei den ersten Zeilen aus Langeweile wieder wegklickt. Nutzen Sie die ersten Zeilen für eine interessante, direkte und persönliche Ansprache. Stellen Sie sich in die Schuhe Ihrer Zielgruppe – was möchten die über den möglichen neuen Job und Sie als potenziellen Arbeitgeber wissen? Wie sieht in typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? Welche Technologien setzen Sie ein? Was bieten Sie in Sachen Weiterbildung ganz konkret?

Geben Sie darauf wirklich spezifische, glaubwürdige Antworten und vermeiden Sie Buzzwords wie „Team“, „führend“, „Leidenschaft“. Die tauchen nämlich in so gut wie jeder Stellenanzeige auf und bieten dadurch überhaupt keinen Mehrwert.

 

  1. Weniger ist mehr.

Die Mehrzahl der Zugriffe auf Jobbörsen und Karriereseiten erfolgt heute über mobile Endgeräte. Die meisten Stellenanzeigen sind schon deshalb viel zu lang. Anzeigen, die max. 2.000 Zeichen umfassen, generieren außerdem nachweislich mehr Bewerbungen.

Zehn Bullet-Points mit Aufgaben und eine weitere Wunschliste mit zehn Anforderungen an den Bewerber? Verzichten Sie darauf. Ihre Anzeige soll schließlich Interesse wecken und nicht die detaillierte Stellenbeschreibung wiedergeben. Bewerber erwarten heute schnell erfassbare Informationen und klare Aussagen zum Stellenprofil.

Welche 3-5 Hauptaufgaben sind wirklich relevant? Welche 3-5 Anforderungen sollte ein Bewerber erfüllen? In der Regel reicht das aus, damit ein Interessent für sich prüfen kann, ob der Job zu ihm passen könnte. Die Sorge, dann von einer Flut untauglicher Bewerbungen überrollt zu werden, ist heute wohl unbegründet.

Last not least: Stellen Sie sicher, dass Ihre Anzeige in der mobilen Ansicht optimal funktioniert.

 

  1. Persönlicher Ansprechpartner

„Richten Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen an bewerbung@xy.com“.

Nach wie vor gibt es zahlreiche Stellenanzeigen, in denen kein persönlicher Ansprechpartner benannt wird. Auch hier ist der Vergleich zur Kundenakquise hilfreich – Name, Durchwahl, persönliche Email und ein Foto des Ansprechpartners auf der Website sind da völlig selbstverständlich. Handhaben Sie es in Ihren Stellenanzeigen einfach ganz genauso. XING- oder LinkedIn-Profil des Ansprechpartners sind auch gern gesehen.

 

  1. Einfacher Bewerbungsprozess

Müssen es wirklich immer die „vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen“ sein? Viele IT-Kräfte haben keine aktuellen Unterlagen zur Hand. Auch die Begeisterung, ein Motivationsschreiben zu erstellen, hält sich oft in Grenzen. Lassen Sie sich diese Kandidaten nicht entgehen, in dem Sie die Latte unnötig hoch legen!

Gestalten Sie die Kontaktaufnahme so einfach wie möglich. Überlegen Sie, ob für eine Erstbewerbung nicht auch ein XING-oder LinkedIn-Profil ausreicht (Stichwort 1-click-Bewerbung). Wenn Sie ein Bewerbungsformular nutzen, sollte es so kurz wie möglich sein (Benchmark: 5-6 Felder).  Und laden Sie offensiv dazu ein, Sie bei Interesse einfach anzurufen!

 

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